Der letzte Tag in Shanghai ist gekommen. Morgen werden wir nach Wuxi fahren. Die erste Hälfte des Tags hatten wir frei. Die freie Zeit nutzten wir und fuhren mit dem Taxi in das “Französische Viertel”. Dort trafen wir uns dann in einem Park. In der Mitte des Parks stand eine Statue der Philosophen Karl Marx und Friedrich Engels. Außerdem befand sich in diesem Park ein Freizeitpark. Dort sah ich erstmals Chinesen, die sich amüsierten. Einige tanzten, andere machten Tai Chi, wieder andere sangen im Chor oder spielten Karten. Manche legten sich auch einfach nur auf den Rasen oder setzten sich auf eine der zahlreichen Bänke um zu entspannen. Die Stimmung im Park war unbeschreiblich.
Der Park:




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Wir verließen den Park, da wir noch mehr von diesem Viertel sehen wollten. Nun standen wir vor der einzig erhaltenen orthodoxen Kirche aus der Zeit vor der Kulturrevolution (1966 - 76). Die Kirche wurde 2005 renoviert und wird seitdem wieder für Gottesdienste genutzt. Leider war diese geschlossen.
Als nächstes gingen wir in eine Seitenstraße. Dort bekamen wir einen Einblick davon, wie das Leben in Shanghai vor 20 Jahren gewesen sein muss. An der Ecke saß ein Händler, daneben entgrätete eine Frau Fische und ältere Menschen saßen vor ihren Häusern auf Klappstühlen und erzählten. Kurze Zeit später fuhren wir zurück zum Internat.
Vom Internat aus fuhren wir dann später zur Jincai - Schule um Abschied von Shanghai, unseren Austauschpartnern, den chinesischen Lehrern, dem Rektor der Schule und der Schule selbst zu nehmen. In der Schule angekommen hatten wir erst einmal eine Pause im Meeting - Room 1.
Nach der Pause durften wir noch einmal eine Unterrichtsstunde besuchen. Französisch stand auf dem Lehrplan. Da ich Latein als zweite Fremdsprache gewählt hatte, verstand ich kein Wort. Die Stunde wirkte zumindest auf mich ein wenig langweilig, bis Herr Klemm, unser Lehrer nach vorne ging und mit den chinesischen Schülern Lieder auf Deutsch, Französisch und Chinesisch sang. Wir sangen Bruder Jakob auf deutsch, französisch und sogar in der chinesischen Version (hat einen völlig anderen Text, jedoch mit gleicher Melodie) und wir sangen noch "Aux Champs-Élysées".
Französischunterricht:


Wir kehrten zurück in den Meeting - Room 1. Dort lernten wir noch andere chinesische Lehrer kennen. Unter anderem eine Musik - und Tanzlehrerin, die mit einer Gruppe Tänze für die Olympischen Spiele 2008 in Peking trainiert. Die deutschen und chinesischen Lehrer unterhielten sich über die verschiedenen Schulsysteme.
10 Minuten später kamen unsere Austauschspartner und noch drei andere Chinesen, die bereits für mehrere Monate in Deutschland gelebt hatten hinzu. In kleinen Gruppen saßen wir zusammen und sprachen über die schöne Zeit die wir hier in Shanghai hatten und blickten euphorisch in die Zukunft Richtung Schüleraustausch in Deutschland. Der Direktor kam zur Verabschiedung hinzu und überreichte uns Geschenke.
Anschließend gingen wir alle zusammen essen. An unserem Tisch saßen auch die drei älteren chinesischen Schüler, die bereits in Deutschland waren. Ich unterhielt mich mit ihnen über ihre Zeit in Deutschland, über chinesische Spezialitäten, über Japaner und über Nordkorea. Danach mussten wir vorerst von allem Abschied nehmen.
Am 05.04.07 beendeten wir unseren Besuch, da die 12er Abitur schrieben. Wir verließen auch Shanghai und begaben uns auf eine dreitägige Rundreise durch Wuxi, Suzhou und Hangzhou.
Rundreise:

Während dieser Zeit übernachteten wir in Hotels. Außerdem begleitete uns ein Reiseführer. Er sprach mit uns Englisch und war immer sehr lustig. Wir besichtigten eine Seidenfabrik, mehrere Museen, einige Altstädte, Filmparks und eine Perlenfabrik. Außerdem fuhren wir mit einem Boot über den Taihusee und besuchten Tanz- und Reitvorstellungen.
Bilder der Rundreise:






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Die Rundreise gefiel mir sehr gut, war jedoch nicht mit dem Erlebten in der Großstadt Shanghai zu vergleichen.
Am 07.04.07 flogen wir dann von Pudong Airport aus wieder in die Heimat. Dort kamen wir am Ostersonntag um 5:35Uhr an.
Wir hatten alle sehr viel zu berichten.
Ich bin sehr, sehr froh, an diesem Schüleraustausch teilgenommen zu haben. Die Eindrücke, Erfahrungen Begegnungen mit Menschen einer anderen Kultur kann mir niemand mehr nehmen. Dies war der schönste Schüleraustausch, an dem ich bisher teilgenommen habe.
Deshalb danke ich Herrn Klemm und Herrn Cao für ihre Motivation, einen Gedanken in die Tat umzusetzen. Außerdem waren Schüler, Lehrer und deren Partner super Begleiter, mit denen man eine solche Reise gerne wiederholt.
Außerdem danke ich: - Dr. Wagner, der uns auf diesen Austausch aufmerksam machte,
- Herrn Bao und Frau Li für ihre Gastfreundschaft,
- Der Jincai - Schule, Shanghai
- Frau Zhang für die gute Betreuung
- Dem freundlichen Busfahrer
- Henning für seine Hilfsbereitschaft und Übersetzungshilfen
- Michael unserem Reiseleiter
- Und meinen Eltern für ihr Vertrauen und die Umsetzung dieser Reise