Eleonoren-Gymnasium
Worms

Tagesbericht vom 10.04.09

 

Am Morgen nach einem sehr reichhaltigen chinesischen Frühstück, sind wir mit dem Bus in Richtung der chinesischen Mauer gefahren. Auf dem Weg dorthin, hat uns unser Reiseführer Ma schon ein bisschen mit der Geschichte der chinesischen Mauer vertraut gemacht. Er hat uns erzählt, dass sie im Jahr 209 vor Christus angefangen wurde zu bauen, als ein Schutzwall gegenüber Feinden. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die einzelnen Abschnitte immer weiter vergrößert und schließlich zu einer langen Mauer zusammengefasst. Heute beträgt die Gesamtlänge 6.700 km. Seit 1908 ist die chinesische Mauer kein Schutzwall im eigentlichen Sinne mehr, sie stellt eher ein Symbol des Friedens dar.

 

Bevor wir jedoch zur Mauer gefahren sind, haben wir auf dem Weg dorthin eine Kupfer- und Emaillefabrik besichtigt, in der die berühmten chinesischen Vasen (Ming - Vasen) hergestellt werden. Wir haben dort an einer Führung teilgenommen, wo uns erklärt wurde, wie diese hergestellt werden. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Schritte nötig sind, um eine dieser Vasen herzustellen. Es braucht sieben Arbeitsschritte, um von der Kupferform bis zur fertig gestalteten Vase zu gelangen.

 

Danach sind wir also zur chinesischen Mauer gefahren, genauer gesagt zu dem Mauerabschnitt mit dem Namen "Badaling". Dort hatten wir dann Zeit, um auf eigene Faust die Mauer zu erklimmen. Ich war verwundert, wie steil die Mauer teilweise ist. Der Ausblick von dem höchsten Punkt hat aber auf jeden Fall die Anstrengungen gelohnt. Die chinesische Mauer ist einfach atemberaubend.

 

Am Nachmittag waren wir bei den "Ming Gräbern". Zuerst besichtigten wir den Abschnitt, wo sich der eigentliche Grabhügel befindet, unter dem irgendwo tief vergraben das eigentliche Grab des Kaisers verborgen ist. Vor diesem Hügel befindet sich eine große, reich geschmückte Halle mit sehr hohen Decken. Die Decke wird von riesigen Säulen aus Baumstämmen getragen. In ihr befindet sich in der Mitte eine riesige Bronzestatue, die nach Bildern des Kaisers angefertigt wurde. In der Halle wurden auch goldene Grabbeigaben ausgestellt, die aus einem anderen Grab stammen. Sie waren sehr prunkvoll. Unter diesen befanden sich Kleider, sowie Gefäße und Schmuck.

 

Bevor wir weitergefahren sind zu der "Heiligen Straße", sind wir mit der gesamten Gruppe durch einen großen Torbogen hindurchgegangen, was Glück bringen soll. Man musste über eine Schwelle steigen, durfte diese aber nicht betreten, weil es sonst so wäre, als würde man auf Buddhas Schulter stehen.

 

Die "Heilige Straße" ist eine Art Allee, deren Seiten gesäumt sind von steinernen Figuren. Die Figuren sind Wächter, die das Grab bewachen. Diese Wächter sind nur teilweise von menschlicher Gestalt. Die anderen sind Tierfiguren oder auch Fabelwesen.

 

Ich war überrascht wie groß diese Figuren sind. Die ganze Straße war sehr imposant und hat mir sehr gut gefallen, auch wenn alles sehr symmetrisch angelegt wurde. Am Ende dieser Straße befand sich ein weiteres Gebäude, in dem eine Säule mit chinesischen Schriftzeichen stand, dessen Sockel eine Schildkröte darstellte.

 

Zum Abschluss des Tages sind wir in einen Teeladen gegangen, wo wir an einer Teeverkostung teilgenommen haben. Uns wurde auch erklärt bei welchen Anliegen (Krankheiten, Schmerzen,.) die Tees helfen sollen, das war sehr interessant.

 

Alles in allem hat mir dieser Tag sehr viel Spaß gemacht. Wir haben viele neue Eindrücke von China erhalten und ich war begeistert, endlich einmal die chinesische Mauer in Natura gesehen zu haben.

 

von Daniela Menrath

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